Archiv für die Kategorie ‘Subjektive Betrachtungen’

Neulich im Autohaus

Montag, 10. Mai 2010

Aufgrund widriger Umstände (Abkürzung TÜV) führte mich mein Weg die Tage in diverse Autohäuser.

Im ersten wurde ich sehr freudig empfangen, nahezu euphorisch. Völlig klar, dass sich die Reparatur meines alten Autos niemals lohnen würde. Und erst recht klar, dass ich mir niemals einen Gebrauchtwagen kaufen sollte. Aber welch glücklicher Zufall, dass das perfekte Auto für mich bereits auf dem Hof steht.  (weiterlesen…)

Der neutrale Staat

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Es ist so eine Ambition in der westlichen Welt heutzutage, dass der Staat völlig neutral sein müsse, noch viel neutraler als er sowieso schon ist. (weiterlesen…)

Wer die Wahl hat

Dienstag, 09. Juni 2009

Sonntag war ja das große Wahlspetakel. Aber eigentlich hat es schon viel früher angefangen, nämlich vor ein paar Wochen, als dieser große Umschlag in meinem Briefkasten landete, der mit hellgelben, grünen und rosa Zetteln gefüllt war. Eigentlich war es ja mehr ein Rose und harmonierte nicht mit den anderen beiden Farben. Ein frischeres Rosa, oder gar ein Orange hätten dem Ganzen eine frühlingshaftere Komponente verliehen. (weiterlesen…)

Himmlisch menschlich!

Dienstag, 19. Mai 2009

Neulich lauschte ich übers Internet einer Predigt. Die Lady sortierte noch ihre Blätter und überlegte laut, ob es besser wäre, hier mit einem Notebook zu stehen, wie der Pastor letzten Sonntag. Dies ließ sie zum dem Gedanken abschweifen, ob es denn im Himmel Computer gäbe. Was ihrer Ansicht nicht sein müsste. Aber Motorräder, Motorräder müsste es im Himmel geben. Die eigentliche Predigt war dann auch ziemlich gut. Mich jedoch trieben einige Tage später meine Gedanken wieder zum Anfang und dahin, was es denn für mich im Himmel unbedingt geben müsste und was denn die anderen gerne im Himmel hätten, oder ohne was der Himmel für sie kein Himmel wäre.

So begann ich mit einer kleinen Umfrage im Bekannten- und Freundeskreis, der Nachbarschaft unter Christen und Nichtchristen. Von Lateinamerika, über die Ukraine bis nach Sibirien und quer und schräg durch Deutschland… (weiterlesen…)

Kalt!

Donnerstag, 19. Februar 2009

Es war im November 2003, irgendwo in Weißrußland. Der Winter hatte längst Einzug gehalten. Schon seit Tagen wurde nur noch spärlich geheizt, das Heizöl ging zu neige und keiner wusste, wie man neues beschaffen konnte. Die Verkaufsstelle gab es einfach nicht mehr. Fertig. So ist das in Weißrußland.

Die Sonne war noch nicht ganz aufgegangen, als ich mich, in mehrere Lagen eingehüllt, Richtung Dusche schlich. Ich wählte das kleinste Badezimmer, in der Hoffnung, dass der Raum sich durch das Duschwasser ein wenig aufheizen würde. Zähneklappernd drehte ich den Hahn auf und duschte so heiß ich es nur aushalten konnte. Aber auch dadurch wurde mir nur partiell warm, was aber an der jeweilig warmen Stelle wunderbar war. Plötzlich merkte ich, wie die Temperatur des Wassers sank………ich ahnte Schlimmes. Schnell stellte ich es ab, um den möglicherweise verbleibenden Rest an Wärme nutzen zu können, wenn ich den Schaum abspüle……also einschäumen……es wurde kalt, ich bibberte……Wasser an……nach 2 Tropfen kam nichts mehr. Und irgendwie war es auch dunkel……das Licht war weg. (weiterlesen…)

Warum ich schreibe, wie ich schreibe, wenn ich schreibe und ob das nun wirklich Talent ist?

Montag, 16. Februar 2009

In den letzten Sendungen überschlugen Christian und Hans-Peter sich dabei, mein Talent hervorzuheben. Das brachte mich tatsächlich zum Nachdenken, wie das denn so ist bei mir, mit dem Schreiben. Warum ich genau so schreibe, wie ich schreibe. Nach 2 Minuten kam ich dann zu einem Ergebnis: Ich kann nicht anders. Wirklich! Würde ich ja mal gerne. Hab ich auch schon versucht. Kommt aber nichts bei raus.

Schreibe ich, funktioniert es so, dass ich einen kompletten Text einfach im Kopf habe, den ich dann nur noch runtertippe. Meine Finger fliegen über die Tastatur und manchmal muss ich lesen, was ich schreibe, bevor ich weiß, was ich dachte. Wenn das allerdings nicht in meinen Kopf ist und ich überlegen muss, wird es schwer. Und langweilig und zäh. Das war schon in der Schule so. Manche meiner Aufsätze waren in den Augen meines Lehrers ein Geniestreich und wurden außer Konkurrenz bewertet. Die schrieb ich direkt ins Reine am Stück und ohne Konzept, in kürzester Zeit. Das einzige was mein Lehrer bemängelte war der Humor. Ich konnte nie ausschließlich ernst schreiben. Unter einem Aufsatz stand mal „Weniger Ironie geht auch“. Ging aber doch nicht! Da bekam ich dann eine 2  und den Kommentar „Ich bin sehr enttäuscht!“ (hat er natürlich nicht druntergeschrieben, nur gesagt.) (weiterlesen…)

Der Welt etwas geben, anstatt sie zu bekämpfen

Samstag, 07. Februar 2009

Ein hochinteressanter Artikel erschien am Mittwoch im pro-Blog. Darin gibt der Autor Teile eines Aufrufs der arabischen Psychologin Wafa Sultan wieder, der im arabischen Fernsehsender „Al-Dschasira“ ausgestrahlt(!) wurde. Sie spricht darüber, dass der „Kampf der Kulturen“ kein Kampf zwischen Religionen oder Zivilisationen sei sondern zwischen zwei sich gegenüberstehenden Epochen, zwischen einer rückwärtsgewandten Geisteshaltung und einer solchen, die Menschenwürde, Freiheit und Demokratie als wertvolles Gut und nicht als Gefahr betrachet.

Besonders beeindruckt hat mich der letzte Abschnitt, in dem sie darüber spricht, was beispielsweise Juden des 19. und 21. Jahrhunderts dieser Welt an Entdeckungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen geschenkt haben. Und dass Juden, obgleich sie immer wieder in aller Welt unterdrückt, verfolgt und ermordet wurden, ihren Protest und Widerstand gegen solche Zustände nicht durch Mord an Menschen zum Ausdruck gebracht haben haben. „Wir haben noch nie einen Juden gesehen, der sich in einem deutschen Restaurant in die Luft gesprengt hätte. […] Die Moslems müssen sich fragen, was sie für die Menschheit tun können, bevor sie verlangen können, dass die Menschen sie respektieren.“

Ich finde, diese Frage können wir uns als Christen genauso stellen, und darüber hinaus jeder Mensch für sich persönlich: Gebe ich an diese Welt etwas weiter und trage aktiv dazu bei, dass sie sich zum Positiven verändert, oder beschränke ich mich darauf, das Schlechte um mich herum anzuklagen, Schuldige zu suchen und meine Mitmenschen und meine Umgebung mit weiterer Selbst-Bezogenheit zu verschmutzen.

Ist das Christentum schädlich?

Dienstag, 03. Februar 2009

Wie ich soeben im Deutschlandfunk gehört habe, ist eine britische Schwester, die einer Patientin angeboten hatte, für ihre Heilung zu beten, von ihrem Arbeitgeber verwarnt und auf einen Diversitätskurs geschickt worden. Dort soll sie wahrscheinlich lernen, dass Gebet ein Ausdruck von Intoleranz gegenüber nichtgläubigen Menschen ist und die individuelle Freiheit verletzt.

Ich frage mich manchmal, wieso man in Europa so hektisch und meist unaufgefordert alles beseitigt, woran Moslems möglicherweise Anstoß nehmen könnten, den gleichen Eifer aber vermissen lässt, wenn es um Aspekte des christlichen oder gar jüdischen Glaubens geht.

Der Talmud, Sokrates und die zwei im Schornstein

Samstag, 03. Januar 2009

Mitte der 20er Jahre kam ein junger Jude zu einem bekannten New Yorker Rabbi und verkündete, dass er den Talmud studieren möchte.
„Beherrscht du die aramäische Sprache?“, fragte der Rabbi.
„Nein.“
„Und Hebräisch?“
„Nein.“
„Hast du die Torah in der Kindheit gelernt?“
„Nein, Rabbi. Machen Sie sich aber keine Sorgen. Ich absolvierte die philosophische Fakultät Barkley und habe eben meine Dissertation über die Logik in der Philosophie von Sokrates bestanden. Und jetzt möchte ich, um die weißen Flecken in meinen Kenntnissen auzufüllen, ein wenig den Talmud studieren.“ (weiterlesen…)

Die etwas andere Weihnachtspoesie

Dienstag, 16. Dezember 2008

Ich steh an deiner Krippen hier,
oh Jesu, du mein Leben.
Was habe ich, was bring ich dir,
das du mir hast gegeben?
Mein Geist so wirr, mein Mut so klein,
mein Herz, ein schwerer Wackerstein,
wird dir nicht mehr gefallen.

Mein wacher Sinn hat sich beschränkt
aufs liebe Geldverdienen.
Das Leben, das du mir geschenkt,
besteht nun aus Terminen.
Es fehlt ihm Leichtigkeit und Schwung
und trotz Lebensversicherung
ist es geplagt von Ängsten.

Ich sehe dich mit Zweifeln an
und will mich von dir wenden.
Das Geld, das ich dir geben kann,
klebt fest an meinen Händen.
Ne kleine Spende bring ich dir,
dann ist’s Gewissen still in mir
und ich kann besser schlafen.

Ich lieg in tiefer Todesnacht,
kein Traum will mehr gelingen.
Hab Tür und Fenster zugemacht,
der Mund mag nicht mehr singen.
O Gott des Lebens hol mich raus!
Brich ein in dieses tote Haus
Und mach es hell darinnen.

Text: Gerhard Schöne; die ursprüngliche Fassung ist von Paul Gerhardt aus dem Jahr 1653

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