RADIO helle welle

mit der besten Nachricht

Klassentreffen der Verräter – Ulrich Blume (Eine Buchempfehlung)

11. Oktober 2018 von Lorenz | Keine Kommentare

Paul Scherings Herz schlägt für die Popmusik, und er schert sich nicht um die Meinung der Alten. In seiner kleinstädtisch-spießigen Heimat Vorpommern kann das zum Problem werden, denn in der DDR der Siebzigerjahre gilt diese Musik geradezu als staatsfeindlich. Dass Paul für seine Leidenschaft allerdings im Stasi-Gefängnis landet, wäre ihm kaum in den Sinn gekommen. Und schon gar nicht, dass ihm
die wahren Gründe erst vierzig Jahre später bei einem Klassentreffen klar werden. Doch einige seiner alten Freunde sind in ein unglaubliches Netz aus Lügen, Verrat und Boshaftigkeit verstrickt und die einstigen Täter haben nun Angst, entlarvt zu werden …

Spannend, tragikomisch, poppig und unfassbar! Eine fiktive Geschichte, basierend auf wahren Begebenheiten.

 

 

12. Juli 2018
von Hans-Peter
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Die Sache mit der Ethik

Ethische Medienkompetenz müsse gerade in Zeiten der Digitalisierung gefördert werden, verlangen Vertreter von SWR und LfK in Baden-Württemberg (Pressemitteilung der LfK vom 6.7.2018). Unter anderem heißt es: „Eine Digitalisierungsstrategie, die human sein will, muss der ethischen Dimension der technologischen und kulturellen Veränderung unserer Gesellschaft Rechnung tragen und die Grundwerte schützen…“
Hört sich erstmal selbstverständlich an. Nur scheint mir die Digitalisierung nicht unsere EIGENTLICHE gesellschaftliche Herausforderung zu sein, wenn auch ein starker Katalysator tieferliegender offener Fragen. Woher haben wir eigentlich unsere Ethik? Woher die Grundwerte der Demokratie, die es zu schützen gilt? Sie kommt doch entscheidend aus jener „Verantwortung vor Gott“, von der auch das Grundgesetz in seiner Präambel nicht zufällig spricht. Gott lässt sich da nicht streichen, sondern er ist der notwendige Bezugspunkt der Verantwortung und auch der Ethik. Bleibt der Mensch mit sich allein, verfällt er dem Existenzialismus, in dem auch ethische Grundsätze zerfallen. Wir sehen das an den „Fake News“ und den „Alternativen Fakten“, die der „objektiven Berichterstattung“ den Rang ablaufen. Zwischen den Zeilen unserer Kultur ist immer deutlicher die Unsicherheit zu hören, worin eigentlich der Unterschied besteht.
Der Theologe Karl Barth schrieb (sinngemäß): Die Offenbarung Gottes ruft Menschen zur Verantwortung! Sie führt nicht dazu, ihn zu verstehen (sich seiner „intellektuell zu bemächtigen“), sondern ihm gegenüber verantwortlich zu werden.  Auch das gehört zur Besten Nachricht, dass Gott uns ein ethisches Bewusstsein gibt, denn dies schützt in gewissem Maß vor dem Untergang. Von daher möchte man dem sich digitalisierenden Deutschland zurufen: „O Land Land Land, höre das Wort des Herrn!“ (Jeremia 22,29)

31. Mai 2018
von Hans-Peter
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Von den Sozialen Medien zur Bibel

Als ich gerade meinen Beitrag „Ich hab mir gedacht Folge 10“ nochmal hörte, hab ich mir gedacht: bissle unlogisch in der Mitte, als mir die Bibel einfällt.
Nicht DASS sie mir einfällt, als ich gerade frustriert bin über die sozialen Medien und ihr Eigenart, vorallem falsche Nachrichten, Skandale und Empörung zu promoten und damit „die Kommunikationsbasis unserer demokratischen Gesellschaft zu beschädigen, wie der Journalist Ranga Yogeshwar es ausdrückt.
Aber das Argument, das ich dann bringe, passt nicht recht. Ich sage, die Bibel folge nicht einem einheitlichen Konzept, das darauf ausgelegt sei, besonders gut anzukommen (also „Quote zu machen“). Gerade dies kann man ja streng genommen den Sozialen Medien weniger vorwerfen als z.B.  kommerziellen Fernseh- oder Radiosendungen, denn auf den Sozialen Medien ist es ja grundsätzlich SCHON möglich, eben die unterschiedlichsten, unpassendsten, (scheinbar) unattraktivsten Dinge zu schreiben, ohne dass dies einer redaktionellen (kommerziellen) Kontrolle und Vereinheitlichung unterliegt. Das ist eigentlich ja tatsächlich ein Vorteil und das Interessante der sozialen Medien! Das „Konzept“ kommt dann aber machtvoll in ihren Regeln und Algorhythmen zum Tragen, die Nachrichten mit „hohem Traffic“ weiter promoten und abseitige Nachrichten in den Hintergrund drängen…
– und gerade dies tut die Bibel nicht, obwohl auch dort ganz viele unterschiedliche  Textarten und Statements – in der Gesamtheit betrachet eben nicht vereinheitlicht, nicht „homogenisiert“ – versammelt sind, aber die Bibel ordnet nicht nach (scheinbar) attraktiven und lukrativen Aussagen einerseits und nach unattraktiven Aussagen andererseits, denn – und jetzt komme ich zum wirklichen Grund meiner „schlagartig verbesserten Laune“ -, weil es ihr eben nicht um Attraktivität oder um Unattraktivität ihrer Aussagen geht, sondern einzig und allein um die WAHRHEIT. Diese Wahrheit in der Bibel ist das Wort, das Gott an uns Menschen richtet, dass er uns vorlegt, damit wir es empfangen können.
Wir befinden uns jetzt auf einer ganz anderen Ebene. Ich will ja hier keine Lanze brechen für unattraktive, abseitige Postings per se, ich will ja nicht sagen: „Leute, ihr müsst alle Nachrichten gleich behandeln!“ – Sondern ich sage: Lasst uns nach dem suchen, was wirklich WAHR ist! – Damit sind wir bei der Bibel genau richtig, und auch das o.g. demokratische Gesellschaftsmodell kommt ohne das nicht aus…

29. Mai 2018
von Hans-Peter
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Wir waren beim „Marsch der Nationen“

Wir (alle drei Moderatoren von RADIO helle welle) waren in Jerusalem beim Marsch der Nationen, anlässlich des 70. Jahrestags der Staatengründung Israels.
Davon erzählen wir momentan auch in unseren Sendungen. Bilder und Hintergründe gibt es unter www.mon2018.com oder bei marchoflife.org.
Die Bewegung „Marsch des Lebens“, die hier nebenan in der Eisenbahnstr. in Tübingen ihren Anfang hatte und inzwischen international ist, geht weiter…

28. März 2018
von Hans-Peter
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Idee zur BESTEN NACHRICHT

Manchmal HABEN wir aber auch Ideen beim RADIO mit der BESTEN NACHRICHT.
Eine solche „Idee“ kam uns schon länger: dass nämlich die BESTE NACHRICHT zwanglos mit absolut jedem anderen Thema in Beziehung zu setzen ist. Das ist keine „fixe Idee“ und nichts an den Haaren Herbeigezogenes, sondern völlig logisch. Denn die BESTE NACHRICHT ist ja die Nachricht von Jesus Christus, genauer gesagt eigentlich JESUS CHRISTUS selbst, der als GOTTES NACHRICHT zu uns gekommen ist, er IST Nachricht und Wort, aber gleichzeitig auch viel mehr als das: er ist auch Gott. Im Johannesevangelium steht am Anfang: „das Wort war Gott“ – wir könnten das hier so spezifizieren: „die BESTE NACHRICHT IST GOTT“ – Aber jetzt aufgepasst, das kann natürlich keinesfalls heißen, das alles, was wir als Moderatoren sagen oder unsere Sendungsinhalte allesamt „gottgleich“, unfehlbar etc. wären, neinneinnein. Aber wir dürfen – in aller menschlichen Fehlerhaftigkeit – auf eben jene BESTE NACHRICHT hinweisen, die in unsere Welt gekommen ist. Dabei ist es die BESTE NACHRICHT selbst, nämlich das Wort Gottes, das sich selbst mit jedem von uns in Beziehung setzen kann, dadurch natürlich mit jedem Bereich unseres Lebens und dadurch eben mit jedem noch so abwegigen Thema. Dass dies geschieht, können wir nicht garantieren, und sicher werden wir dazu oft (wegen unserer Fehlerhaftigkeit) nicht mal hilfreich sein. Und dennoch ist es unsere Hoffnung und unser Auftrag, dass die BESTE NACHRICHT sich durch unsere Sendungen „Gehör verschafft“…
So gab es in der letzten Zeit Sendungen z.B. mit den Themen:
– Das deutsche Unbehagen und die BESTE NACHRICHT
– Obst und die BESTE NACHRICHT
– Ideen(losigkeit) und die BESTE NACHRICHT
– Müdigkeit und die BESTE NACHRICHT
usw.
Ach, ich hoffe, dass ich das richtig rüberbringe. Die aufgestellte These und unsere genannten Themensendungen haben natürlich auch etwas Augenzwinkerndes und behandeln die Themen auch assoziativ, nicht erschöpfend. Dennoch ist die Verheißung, dass die BESTE NACHRICHT, JESUS CHRISTUS, selbst zu uns und unseren Hörern spricht, „tief und ernst und wahr“.

26. Januar 2018
von Jonathan
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„Manchmal sitzt man und schweigt“ – Gedanken zur Ideenlosigkeit

Ein Professor meinte in seinem Seminar „Storytelling“, dass jeder etwas erlebe und deswegen auch jeder Geschichten erzählen könne. Diese Aussage war mir damals – das Seminar liegt schon einige Semester zurück – eine Ermutigung. Als Radiomoderator ist man herausgefordert, sogenannte „Hinhörer“ zu bringen, also Aufmerksamkeit zu erregen oder kurz: Geschichten zu erzählen. Das eine ist nun, zu wissen, dass man auf jeden Fall ein Erlebnispotenzial in sich trägt, das zur Erzählung gemacht werden kann. Das andere ist die Erfahrung, dass dieses Potenzial nicht immer abrufbar zu sein scheint. Wie sonst erklärt sich der Umstand, dass ich schon oft im Studio saß und dachte: „Was ist deine Geschichte?“, „Was hast du erlebt?“ oder „Was hast du zu sagen?“ In diesen Situationen umgibt mich eine einschüchternd nichtssagende Ahnungslosigkeit und suche ich vergeblich das relevante Gedanken- oder Erlebnisgut der vergangenen Tage. Es ist ein „bussisches“ Nichts.

„Bussisch“ weil es jener Atmosphäre gleicht, die man im Bus, auf dem Weg zur Uni – morgens – oder auf dem Weg nach Hause – abends – erleben kann. Für gewöhnlich sitzt man und schweigt. Es ist eine Lückenzeit, der man einen Nutzen abgewinnen kann, indem man längst überfällige SMS schreibt, die Tagesschau-App durchstöbert – „Quick-politics“ – oder ganz allgemein gesprochen das „Bald“ oder „Später“ organisiert und kommuniziert. Man kann diese Zwischenzeit auch verstreichen und ganz klassisch den Blick schweifen lassen, zunächst aus dem Fenster, dann durch den Bus, ohne wahrzunehmen, dass die nahstädtischen Nutzungsflächen der Landwirtschaft „Felder“ sind und die beiden Erziehungsberechtigten des hier und da ungemütliche Laute von sich gebenden  Babys „Eltern“. Man kann schlafen. All diesem Tun und Nichttun ist eine gewisse Eigenart inhärent, die in jener Zwischenzeitlichkeit gründet: Man handelt oder nichthandelt der Ablenkung wegen, um zu Überbrücken. Das Ziel liegt außerhalb des Busses und das, was im Bus geschieht, ist – vermutlich – seines Selbstzwecks, seiner Kreativität, beraubt. Ob diese theoretische Beschreibung zutreffend ist oder nicht, oft steige ich aus dem Bus ohne dass die Zeit im Bus, mein dortiges Tun und Nichttun, einen bleibenden Eindruck – eine Geschichte – hinterlassen würde.

Neulich war das anders: Da bin ich auch in einen Bus eingestiegen, einen jener kleineren, „Sammeltaxi“ genannt. Da bin ich normalerweise noch mehr auf Sitzen und Schweigen eingestellt, man ist schließlich zumeist alleine und überdies nur kurz unterwegs. Diesmal aber fand ich mich, kaum war die Tür geschlossen, nicht nur in einem Gefährt, das mich von Au Ost zum Hauptbahnhof brachte, sondern auch in einem Gespräch. Das Neubaugebiet „Güterbahnhof“ mit seinen graugroßen Gebäudekomplexen – es wird sicherlich schön, mit Café, mit Kultur – wurde wie sonst auch kein Gegenstand definierter Betrachtung und Reflektion und nur unterunbewusst wahrgenommen, genauso auch die „Blaue Brücke“ und – sofern man links abbiegt, wir aber fuhren geradeaus – die Poststelle. „Ich muss sowieso in die Wilhelmstraße“, hatte er gesagt und hielt dann auch direkt vor dem Hegelbau. Im Aussteigen war ein „Vielen Dank“ inbegriffen und die Freude über einen bleibenden Eindruck:

Am liebsten fährt er die langen Strecken in Richtung der Schwarzwälder Kurortcluster, weil „da kommt man mal raus und das Geld stimmt“. Ach, „und man kommt durch schöne Orte, der ganze Weg ist sehr beeindruckend“. Es gibt Dauergäste, gerade auch ältere Leute, die regelmäßig gefahren werden, weil sie darauf angewiesen sind: „Da kennt man sich dann“. Es ist halt nicht nur „normaler Busverkehr“. Da kommen mehrere Komponenten zusammen: Das „SAM“ ist nur eines davon. Normalerweise sind die Haltestellen da auch vorgegeben – also beim SAM. Aber wenn man alleine drin sitzt und nicht nur das Schweigen betreibt, kann man schon auch mal nachfragen, wie es weitergeht. „Dann können die Haltestellen auch einfach persönlich angepasst werden.“ Gut zu wissen. „Zum Flughafen geht´s auch oft“ und – was festes Gehalt bedeutet – „man ist angestellt“.

Jeder erlebt etwas und kann deswegen Geschichten erzählen. Manche davon sind sehr alltäglichen Klangs, manche überraschend außergewöhnlich, manche informieren, manche werfen Fragen auf, manche erklären, manche brauchen Erklärung. Alle aber – die Ausnahmen mal ausgenommen – haben das Potenzial den  “Alltagsbussismus” zu durchbrechen und Gehalt zu liefern. Geschichtsgehalt. Ein bisschen Überwindung kostet es vielleicht, um vom Sitzen und Schweigen zum Sitzen und Reden zu kommen. Aber da darf man sich nicht so anstellen. Es geht schon irgendwie und manchmal sogar von alleine.

2. Januar 2018
von Jonathan
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„Paula Kahn“ – Nummer 425.

Am Anfang standen eine Zahl, ein Geburtsdatum und ein Name. Paula Kahn. Geboren am 29.03.1895 in Baisingen. Nach Riga deportiert mit der Nummer „425“. Im Rahmen einer universitären Veranstaltung habe ich mich auf den Weg gemacht, die Person hinter diesen Zahlen kennen zu lernen und ihre Geschichte in meinen Alltag zu integrieren. Entstanden ist ein Brief. Ein Brief an Paula Kahn.

29. November 2017
von Hans-Peter
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Narrative des Niedergangs?

Wir seien für „Narrative des Niedergangs“ anfällig, behauptet der Neurowissenschaftler Steven R. Quartz  (Neue Zürcher Zeitung, 31. Mai 2017). Ein Narrativ ist eine „sinnstiftende Erzählung“, also eine Art Interpretation der Wirklichkeit, in die man die Dinge, die man so erlebt, einordnet. Quartz argumentiert ausgehend von der Hirnforschung und biochemischen Prozessen, dass es (offenbar evolutionär bedingt) kognitive und emotionale Voreingenommenheiten bei uns Menschen gibt, die leicht „bedient“ werden können und dann Urängste und Panik auslösen. Dementsprechend regt er an, dass wir uns in „kognitiver Kontrolle“ üben sollten und unsere ersten emotionalen Impulse „zurückbinden“.
Was sich erstmal kompliziert anhört, lässt sich m. E. im persönlichen und gesellschaftlichen Alltag leicht wieder finden: 1. persönlich: es ist draußen kalt/regnerisch, und man denkt: das Wetter wird aber auch von Jahr zu Jahr schlechter; es gibt einen Streit im Büro, und man denkt: „die Atmosphäre hier wird immer schlimmer“; 2. gesellschaftlich: die Medien berichten von Gewaltverbrechen, und man denkt: „diese Verbrechen nehmen immer mehr zu“; man sieht ausländische Menschen auf der Straße und denkt: „wir werden überfremdet“ usw. – Diese Negativ-Reaktionen haben auch negative Folgen: im Persönlichen: Schlechte Laune, im Gesellschaftlichen: die Wahl „falscher Parteien“ (die eben vorallem aus Angst, Frust, Rückzug gewählt werden). Von daher sollte man hier Steven Quartz gut zuhören.
Was aber sagt die Bibel dazu? Bis zu dem hierher Gesagten steht sie nicht im Gegensatz. Steven R. Quartz geht aber noch weiter, wenn er nämlich darlegt, dass die Welt gar nicht schlechter wird, wie die „Narrative des Niedergangs“ uns erzählen. Wenn man die Daten der Welt sammele und sie rational würdige, so Quartz, könne man klar feststellen, dass die Welt immer BESSER werde (er sagt: dass die menschliche Gesellschaft sich umfassend entwickele). Weniger Hunger, weniger Armut, mehr Demokratie, mehr Zugang zu Bildung als noch vor Jahrzehnten und erst recht vor Jahrhunderten. – Steht das nicht im Gegensatz zu den Aussagen Jesu zum Fortgang der, z.B. dass die „Gesetzlosigkeit überhand nehmen wird“ und dass „wer bis ans Ende ausharren wird“, dass der errettet wird? Zeichnet er hier nicht ein Bild davon, dass alles immer schlimmer werden wird? – Nun, Steven R. Quartz´ neurowissenschaftlichen Menschheitsoptimismus teilt er zwar sicher nicht. Aber andererseits scheinen mir die Narrative des Niedergangs auch in christlichem Gewand keine guten Früchte zu bringen („Christen in der AfD!“) – und diesen Narrativen des Niedergangs redet m. E. die Bibel auch nicht das Wort. Der Niedergang des Menschen hat schon längst stattgefunden, als der Mensch durch die Sünde von Gott getrennt wurde. Dies ist nicht durch „Menschheitsentwicklung“ behebbar, sondern allein durch die Erlösung in Jesus Christus. Das ist eine ganz andere Ebene. Der in Christus erlöste Mensch bleibt dennoch zunächst ein Teil der Menschheit. Er ist dazu berufen, ein Zeugnis für die Erlösung zu sein, aber nicht dazu, Narrative des Niedergangs zu beschwören. Möge Gott doch der Menschheit noch eine Weile Gnade geben, was hätten Christen daran zu kritisieren? Sie sollen sogar dafür beten und dazu mithelfen!

RADIO helle welle