RADIO helle welle

mit der besten Nachricht

22. September 2016
nach Jonathan
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Warum im Radio jetzt so viele Bücher stehen – ein kryptischer Versuch.

Die mattbraune Sommerjacke mit rot-weiß karriertem InBücher im Studionenfutter hängt leblos über dem Bürsotuhl. „Ich bin an dem besagten Morgen eigentlich ganz motiviert aufgestanden!“, berichtet uns M, der unerkannt bleiben möchte. Der Student sucht nach den richtigen Worten, während er eine Tasse Kaffee findet und zielstrebig zum Mund führt: „Beim Kauf eines Lap Tops sollte man sich eben die Grundbotschaft jedes Mathematikprofessors zu Herzen nehmen. Äpfel und Birnen kann man nicht vergleichen. Will sagen, Ich habe leider zu einem japanischen Billigmodell gegriffen.“ T – Name geändert – möchte ebenfalls unerkannt bleiben. Vier Jahre immerhin war er treuer Studienbegleiter Ms: „Ich meine wir haben uns anfangs wirklich gut verstanden und viel Zeit miteinander verbracht. M hat quasi sein ganzes Leben mit mir geteilt. Das vergesse ich nicht, das ist auf immer gespeichert. Aber irgendwann fing er an auf mir rumzuhacken. Er hat mir keine Ruhe mehr gegönnt.“ T hat Tränen in den Augen, als er von seiner Leidensgeschichte erzählt. Er habe irgendwann die Reißleine ziehen müssen. „Es ging einfach nicht mehr.“ Ts Burnout ist für M ein herber Verlust, schließlich braucht er seinen Lap Top. Er sei traurig gewesen, habe aber auch gleich nach Ersatz gesucht. „Da mach ich mir keine Platte“, zitiert er einen ostdeutschen Kollegen und lächelt leise, tonlos. „Will sagen, ich kauf mir einen neue, sobald wie möglich. Ich bin nicht der Bastler.“ M verwendet jetzt einen Leih-PC, der unerkannt bleiben möchte. „Ich bin einfach nur „samsing“, sagt er bescheiden. Dabei kann er immerhin englisch. T wurde von Männern in orangebraunen Anzügen abgeholt. Therapiezeit.

17. August 2016
nach Hans-Peter
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O-Töne einfangen

mikro1… z.B., aus der Not eine Tugend machend, das Rumpeln und Fiepen von der Altpapier-Verwertung nebenan – als Frage für das Gewinnspiel: „was ist das für ein Geräusch?“ (und danach: Fenster zu!)

10. August 2016
nach Hans-Peter
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Kürzlich in Caesarea: Interview mit Jechiel Aleksander

jaleks1Jechiel Aleksander ist heute 89 Jahre alt und wiegt 72 Kilo. Bei seiner Befreiung aus der Nazi-Gefangenschaft wog er 27 kg, er war 18 Jahre alt und hatte fünf Jahre Ghetto und Gefangenschaft hinter sich… Was mich mit Jechiels Geschichte besonders verbindet, davon schreibe ich im Newsletter. Dort gibt es auch die Links zu weiteren Interviewteilen mit Jechiel Aleksander. Hier sein Werdegang als KZ-Häftling:

 

5. Juli 2016
nach Jonathan
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Vom Kaffee, der arbeitsunfähig macht…

Kaffeetasse

Normalerweise motiviert Kaffee. Wenn nichts mehr geht, zum Beispiel im Unialltag – und im Moment kenne ich keinen anderen –, wenn man an Arbeiten sitzt und eigentlich schon seit zwei Stunden schlafen wollte, dann spricht einen der Kaffee fröhlich an und sagt: „Alles ist möglich, nichts verloren. Nur einen Schluck bist du entfernt von neuer Tatkraft, neuen Ideen, neuen Visionen!“ Manchmal Weiterlesen →

16. Juni 2016
nach Jonathan
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„Was ich schon immer mal sagen wollte“

Endlich, in der 5. Folge seines Bauzaunreports, einer Live-Ausgabe, verrät Hans-Peter den Grund für seine wöchentliche Berichterstattung vom Tübinger Güterbahnhof, wo in den kommenden Jahren 570 Wohnungen, dazu 40 Büros, Geschäftsräume und kleinere Betriebe entstehen sollen. Er bewegt sich mal wieder auf interessanten Meta-Ebenen…

18. Mai 2016
nach Hans-Peter
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13. – 16. Mai: „Awakening Fire“

Mit der „Awakening Fire“ – Konferenz füllte die TOS Gemeinde die größtmögliche Halle im Tübinger Umkreis. Zu Gast waren u.a. Daniel Kolenda vom Missionswerk Christ for all Nations, Todd White (USA), Eddie James mit großem Musiker- und Tänzer-Team (USA) und die Worship-Band Miquedem (Israel), aber auch die TOS-Musiker, -sprecher und -tänzer mischten kräftig mit. Live mitgeschnitten: Jobst Bittners Statement zur Christlichen Mission:

(Weitere Infos und Mitschnitte über www.tos.info)

18. Mai 2016
nach Hans-Peter
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6. Mai: „Marsch des Lebens“ in Tübingen

Die Initiative „Marsch des Lebens“ hat in Tübingen ihren Ursprung. Seit 2007 hat sie in über 300 Städten und 14 Nationen solche „Märsche des Lebens“ veranstaltet bzw. angestoßen, um der Shoa zu gedenken, Holocaustüberlebende zu ehren, zu versöhnen und gegen den modernen Antisemitismus aktiv zu werden (www.marschdeslebens.org) Doch IN Tübingen fand am 6. Mai der erste offizielle Marsch statt. Mit dabei waren auch zwei israelische Knessetabgeordnete, Nachfahren von Holocausüberlebenden. Mitschnitt aus der Ansprache von Meirav Ben Ari am Platz der ehemaligen Synagoge:

26. April 2016
nach Joachim
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Die Mössinger Tafel – nicht nur ein Ort der sozialen Begegnung

Peter Looser – 1. Vorsitzender des Vereins „Mössinger Tafel e.V.“ berichtet über die spannende Arbeit des Vereins die sich um sozial benachteiligte Menschen und auch um immer mehr Flüchtlinge kümmert. Die Menschen können sich dort einmal in der Woche günstig mit Lebensmitteln des täglichen Bedarfs versorgen. Auszüge aus einem Interview mit Herrn Looser demnächst hier.

19. April 2016
nach Joachim
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„tü go – besser bechern“ – der wiederverwertbare Kaffeebecher für Tübingen

Meine heutige Sendung war ausgefüllt mit Informationen über das Lieblingsgetränk der Deutschen – Kaffee! Vielen Dank an alle die sich so eifrig an meiner Sendung in unserem Chatroom beteiligt haben (am besten schnell nachlesen – Button: „Live“).

Jeder Bundesbürger trinkt im Jahr 162 Liter Kaffee (während der Durchschnittsdeutsche im Jahr 2015 lediglich 142 Liter Mineralwasser getrunken hat).

So eben habe ich eine Interviewzusage von Herrn  Bernd Schott bekommen, Leiter der Stabsstelle Umwelt und Klimaschutz der Stadt Tübingen, der mich darüber aufklären wird wie es zu der Initiative „tü go – besser bechern“ gekommen ist. Es geht um wiederverwertbare Kaffeebecher – so viel sei schon mal verraten.

Außerdem wird diese Woche (und vielleicht auch noch die Woche darauf) Herr Peter Looser zu Wort kommen. Herr Looser stellt die Arbeit der Mössinger Tafel vor. Dort können bezugsberechtigte, bedürftige Personen günstig Lebensmittel einkaufen.

30. März 2016
nach Joachim
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Die Flüchtlingssituation in Idomeni/Griechenland – ein Bericht von Flüchtlingshelfern

Olga und Christos Kalpakidis, die lange in Tübingen gelebt haben und nun hauptsächlich unter Obdachlosen und Drogenabhängigen in Thessaloniki arbeiten, engagieren sich auch in der Flüchtlingsarbeit an der griechisch-mazedonischen Grenze:  Der Inhalt ihres letzten Rundbriefes hat mich sehr betroffen gemacht:

„Idomeni (…) ist 80 km von Thessaloniki entfernt. Schon seit zwei Monaten leben dort in Zelten 13.000 Flüchtlinge, ein großer Teil von ihnen Frauen und Kinder. Sie haben die Zelte auf dem Feld aufgeschlagen, die sanitären Bedingungen sind schrecklich, keine Duschen, kein Wasser (…) Christos fährt oft dorthin und bringt ihnen alles, womit wir helfen können! (…)
Gestern brachte er zum Beispiel 75 frische Brotlaibe, und nach wenigen Minuten war alles Brot weg, es wurde ihm fast aus der Hand gerissen. Außerdem konnten wir neue Thermoskannen kaufen für Familien mit neugeborenen Kindern, damit sie auf dem Feuer Wasser erhitzen und es warm halten können. Ihr Lieben, es ist einfach schwer mit Worten wieder zu geben, unter welchen Bedingungen diese Menschen leben.“

Vor kurzem waren die Tübinger Matthias und Kevin vor Ort, um die Arbeit von Olga und Christos (Kontakt über: TOS-Dienste International) zu unterstützen. Matthias schilderte einige seiner Eindrücke für das Radio: