RADIO helle welle

mit der besten Nachricht

6. Januar 2021
von Hans-Peter
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Passt´s?

Ich startete die Heilig-Drei-Könige-Sendung mit einem Song des Rappers Bender von 2016 über die kritischen Auswirkungen der elektronischen Medien, wo er auch noch rappt „ich denke quer..“ – und dachte: das passt jetzt aber nicht. Und dann: es ist wahrscheinlich unser Schicksal, dass die Dinge nicht passen. Bzw.: WIR als Menschen richten uns irgendwie passend ein, und dann kommt irgendwas quer (!) – das ist ja auch ein großes Thema der Kunst. Epochale Kunstwerke waren häufig zunächst Skandale, sprengten den Rahmen des Passenden, erst viel später gewöhnten sie „die Leute“ daran… (auch nicht immer). Es gibt zwar auch den menschlichen Impuls, der „Etikette“ zu entfliehen, den familiären Traditionen zum Beispiel, das Unpassende wird zuweilen Zeichen der Rebellion. Allerdings läuft diese Rebellion meistens nach überraschend eng umgrenzten Fahrplänen ab, aus Rebellionen entwickeln sich nicht selten Ideologien, und spätestens da muss dann wirklich wieder alles passen. Wenn dann noch jemand nicht passt, für den wird´s gefährlich.

Und die Bibel? – Man muss ja sagen, dass sie über die Jahrhunderte zum „Passendsten Buch“ im Christlichen Abendland geworden war. Wer als rechtschaffen gelten und nicht anecken wollte, konnte sich damit ausstatten und den passenden Eindruck unterfüttern. Der Spruch vom „Trend“, der „zum Zweitbuch“ gehe, zeigt hier im Nachhinein die inzwischen stattgehabte kulturelle Heterogenisierung unserer Gesellschaft an. Aber viele Jahre und für viele Menschen waren die Bibel und vielleicht noch das von Luther stark promotete „Kirchliche Gesangbuch“ die passenden Insignien eines wohlanständigen Lebens. Allerdings: der Nimbus des Passenden, Erwartbaren, Verwaltbaren passt (!) zum Inhalt der Bibel gar nicht. Kürzlich las ich: „dieses Jahr ist Weihnachten ganz anders“ (also: unpassend gegenüber den Erwartungen), und ich dachte: naja, das ERSTE Weihnachten war ja auch schon unpassend. Wer hatte sich denn die Ankunft des göttlichen Retters so vorgestellt, wie sie dann geschah? Hinterher wurde ein Kult draus gemacht, aus der Hütte und der Krippe und den Hirten und Gold, Weihrauch und Myrrhe, später schmuggelten sich dann auch noch Weihnachtsbäume und diverse andere Kultgegenstände und -gebräuche mit dazu – es entstand der Eindruck, dass Weihnachten niemals anders hätte ablaufen können, als es hier bedacht wurde. Und das STIMMT ja auch in DEM Sinn, dass das erste Weihnachten tatsächlich so und nicht anders abgelaufen ist, nämlich dass Jesus als Kind in eine Krippe gelegt wurde usw. Aber es stimmt ganz sicher NICHT in dem Sinn, dass es nicht anders hätte ablaufen KÖNNEN, also dass Gott an diese Ausgestaltung des ersten Weihnachten gebunden gewesen wäre. Jesus hätte auch in einem anderen Jahrhundert, an einem anderen Ort usw. geboren werden können, die Krippe hätte eine Luftmatratze sein können und die Geschenke der ersten Besucher Kaffee, ein Satellitentelefon und eine Ladung hochwirksamen Covid-19-Impfstoffs. Hätte können, war aber nicht so.

Hatte wirklich niemand die Art und Weise vorausgesehen, wie Jesus auf die Erde kommen würde? Es gab doch die Propheten, die sein Kommen voraussagten! Am schärfsten brachte es vielleicht Johannes der Täufer auf den Punkt (von dem ja Jesus auch mal sagte, es sei keiner derjenigen, die (als Propheten) aufgetreten sind, größer als er, siehe Matthäus 11,11): „Nach mir kommt ein Stärkerer, der wird euch taufen mit Feuer und heiligem Geist!“ – Das war schon zutreffend und auch eine sehr wichtige Botschaft –  und gleichzeitig blieb es natürlich auch kryptisch im Hinblick auf die konkrete Weise, wie Jesus (der zu der Zeit ja schon geboren war) dann seinen Dienst ausüben würde. Interessanterweise wurde Johannes, der größte Prophet, selbst wieder unsicher darüber, ob nun in concreto Jesus von Nazareth die Erfüllung seiner Prophetien darstellte, weil dieser Jesus offenbar zu den Vorstellungen von Johannes auch nicht passte (siehe wiederum Matthäus 11).

Prophetien gibt es viele im Alten Testament, man könnte das ganze Alte Testament als einzige Prophetie auf Jesus hin deuten – nur: von Krippe, Stall und Hirten steht da nichts. Es gibt also einen Unterschied zwischen der prophetischen Erwartung und konkreter Vorstellung. Die Prophetische Erwartung ist immer mit einer inneren Hinwendung zu Gott, mit Umkehr verbunden. Die konkrete Vorstellung beinhaltet dagegen eher das, was uns gedanklich passend erscheint. Das zeigt die größere Bedeutung der Erwartung gegenüber unseren konkreten Vorstellungen, in die Gott auch in Zukunft wieder nicht passen wird. Denn die Situation bleibt bestehen: jetzt beziehen sich die Erwartungen des Christlichen Glaubens auf die Wiederkunft des auferstandenen Jesus Christus. Diese wird in der Bibel klar vorhergesagt, aber die genauen Umstände werden unsere Vorstellungskraft sprengen bzw. daran vorbeigehen.

Jobst Bittner von der TOS Gemeinde Tübingen predigte am Jahresanfang 2021 darüber, dass es die Aufgabe der Christlichen Gemeinde ist, die Menschheit auf das Wiederkommen Jesu vorzubereiten und auch zur Umkehr zu rufen, und zwar genau nach dem Modell Johannes´des Täufers. Die konkrete Art und Weise dieser Ankunft wird uns sicher nicht passen, aber es reicht auch aus, wenn wir die Ankunft erwarten und darauf vorbereitet sind, indem unser Herz ihn erwartet und wir innerlich zu ihm hingewandt sind. Das hat Jesus auch selbst angemahnt: „Wacht, denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr nach Hause kommt. (…) Was ich euch sage, sage ich allen: Wacht! (Markus 13, 35.37)

17. Dezember 2020
von Jonathan
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„… und freuten sich mit sehr großer Freude“ – Überlegungen zum Weihnachtsfest

Die christliche Tradition war schon immer auf Krisen vorbereitet. So wundert es nicht, dass die Weisen aus dem Morgenland von ihr zahlenmäßig auf ein Niveau gebracht wurde, das für die Verordnungen, die unser diesjähriges Weihnachtsfest maßgeblich strukturieren, akzeptabel ist. Drei. Klar, die Tradition hätte deutlicher werden können und sie als einen Haushalt beschreiben, aber mit drei kann man in diesen Tagen ganz gut arbeiten. In jedem Fall kann man von diesen Weisen einiges lernen, oder um es zahlenmäßig etwas einzuschränken: eins. Wie man nämlich mit Erwartungen so umgehen kann, dass man sich am Ende freut, auch wenn alles anders kommt.

16. Dezember 2020
von Hans-Peter
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Advent: Jesus und der Impfstoff kommen.

„Sehr wahrscheinlich“ soll am 21.12. die Zulassung des ersten Corona-Impfstoffs in Deutschland ausgesprochen werden, dann wird es wohl noch ein paar Tage dauern, bis mit dem Impfen konkret begonnen werden kann – aber der Impfstoff wird sozusagen direkt als Geschenk „unter dem Weihnachtsbaum“ erwartet.
Da Parallele zum ADVENT ist augenfällig, hier wird die Ankunft des Retters erwartet, dort die Ankunft des Impfstoffs, der für viele Menschen auch „Retter-Qualitäten“ hat.
Frage: Inwiefern sind der Corona-Impfstoff und Jesus Christus zu vergleichen? Weiterlesen →

8. Oktober 2020
von Jonathan
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Von Zimtsternen und Dankbarkeit

Irgendein Einkaufsladen, Ende September 2020. Ich eile durch die Gänge. Hastig blicke ich durch die Regale auf der Suche nach günstigen Alternativen zu teuren Mahlzeiten. Ich entscheide mich – weil mir auch nach Süßem ist – für Zopf. Oder waren es Milchbrötchen? Ich weiß es nicht mehr genau. In jedem Fall dränge ich in Richtung Kasse und bleibe, weil im Augenwinkel etwas meine Aufmerksamkeit erhascht, unvermittelt stehen. Ich wende mich nach links. Hier türmt sich ein blau-rot-goldener Turm majestätisch in die Höhe. Seine Bausteine: allerlei Wunderbares aus der altbekannten Weihnachtsbäckerei. Lebkuchen, Christstollen und Plätzchen. Vor allem aber Zimtsterne.

Anders als in den sonstigen Jahren widerstehe ich dem reflexartigen Impuls, in einem inneren Streitgespräch der Menschheit eine äußerst wichtige Erkenntnis entgegenzuschmettern, die offensichtlich nur mir zuteil geworden ist. Dass es nämlich für die Auslage von Weihnachtsartikeln Ende September noch viel zu früh sei. Ich verzichte auch darauf, diese Erkenntnis wenigstens im engeren Freundeskreis zu teilen, auf dass einige ebenfalls erleuchtet würden. Keine SMS, kein WhatsApp-Status, kein Facebook-, Instagram- und Twitterbeitrag. Stattdessen fühle ich eine seltsame Freude beim Gedanken, mir diese Zimtsterne noch heute während der Erledigung studentischer Pflichten einzuverleiben  – vielleicht sogar bei einer Tasse Tee oder Kaffee. Ich glaube es fast selbst nicht aber offensichtlich bin ich gerade einfach dankbar für diese Zimtsterne, für die Weihnachtsauslage. Und das Ende September.

Normalerweise hat man ja, wenn der Herbst kommt, zumal als Deutscher, allen Grund schlecht gelaunt zu sein. Wegen der Wolken, der Kälte und Nässe und so. Da kommt einem die Weihnachtsauslage Ende September vielleicht auch ganz recht, um mal etwas Dampf abzulassen. Da in diesem Jahr mit all seinen besonderen Umständen, mit Virenflug und Regierungsmaßnahmen, die Herbststimmung bereits im Frühjahr ihre Geburtsurkunde erhielt, braucht es jetzt aber andere, außergewöhnliche Maßnahmen. Der Aufregung über das Virus und die Regierung, die im Endlosen des Internets und auf polizeibegrenzten Pfaden deutscher Straßen vielfach ausgedrückt wurde, ist mit einer Mehrproduktion aus der Weihnachtsbäckerei nicht beizukommen. Vielleicht hilft aber, es wäre radikal, aber möglicherweise im Rahmen des Möglichen: Dankbarkeit.

In der Bibel ermutigt zum Beispiel Paulus dazu, dankbar zu sein, und zwar nicht nur ab und zu, wenn es grade in den Kram passt, sondern immer und sogar ganz unabhängig davon, was auch kommen mag. Das ist nicht unbedingt leicht und muss vielleicht sogar trainiert werden. Aber letztendlich ist es eine sehr gute Alternative zur impulsiven Wut über alles, was gerade nicht so läuft, wie man sich das wünscht oder was einen sonst irgendwie herausfordert. Weihnachtsauslagen im September zum Beispiel. Das passt einfach nicht zu meiner Vorstellung von September. Aber gerade in diesem Jahr von Virenflug und Bürgerwut möchte ich im September dankbar Zimtsterne essen.

19. August 2020
von Hans-Peter
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Neue 24/7-Stream-Sendung

ab sofort bei hellewelle.de/live – mit einer Reflexion über die bisherige Corona-Krise in vier Phasen und einem Referat über den Satz des Apostels Paulus: „Das Evangelium ist Gottes Kraft für jeden, der daran glaubt!“

12. August 2020
von Hans-Peter
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25 Jahre RADIO helle welle – ein Brief des Präsidenten der LfK

Der Präsident der Landesanstalt für Kommunikation, Dr. Wolfgang Kreißig, schrieb uns: „(…) 25 Jahre RADIO helle welle – das sind 25 Jahre an Herzblut für das Medium Radio mit all seinen Facetten (…) Ich möchte das (…) gerne zum Anlass nehmen, mich ganz herzlich für Ihr beeindruckendes Engagement zu bedanken und Ihnen zugleich ein deutliches „Weiter so!“ zuzurufen (…)“

Da freuen wir uns! – Ich schreibe zurück: „(…)Auch wir möchten uns bedanken, dass wir unser RADIO-Programm „mit der Besten Nachricht“ (von Jesus Christus) senden dürfen! – Einerseits für die gesetzlichen Grundlagen im Rahmen der Meinungs- und Religionsfreiheit in Deutschland, andererseits auch für die konkrete Begleitung und Unterstützung durch die LfK…“

5. August 2020
von Hans-Peter
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Doch wieder Beunruhigung

Man muss das im vorigen Absatz in Bezug auf die Corona-Pandemie Gesagte inzwischen in der Tendenz anders akzentuieren. Auch wenn in Tübingen und Reutlingen rein „fallzahlmäßig“ noch nichts groß wieder passiert ist, gibt es mit Blick nach außen doch wachsende Beunruhigung, dass „die zweite Welle“ voll auf uns zurollt. Das sagen ja auch diverse Politiker, und der OB Boris Palmer überlegt schonmal vorsorglich (angesichts mangelnder Infektionsschutzdisziplin in der Tübinger Innenstadt), dass im Fall einer zweiten Welle auch Alkoholverbot und sogar Zutrittsverbot in der Tübinger Innenstadt denkbar seien…
Was sagt die helle welle angesichts solcher „zweiten Welle“-Beunruhigung? – Dass es sehr angeraten ist, weiterhin auf die Infektionsschutzregeln zu achten, zur eigenen Sicherheit und auch zur Sicherheit der anderen. Darüber weist die helle welle mit der Besten Nachricht auch auf einen Weg hin, der weit über alle Beunruhigungen unseres Lebens, über alle Unmöglichkeiten, über alle Schicksalsschläge, ja selbst über den Tod und das Ende der Menschheit hinausweist: auf die Erlösung durch Gottes Sohn, Jesus Christus.

17. Juni 2020
von Hans-Peter
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Das Leben geht weiter, die Beste Nachricht bleibt

Inzwischen reiht sich die Corona-Pandemie in den Reigen globaler, aber natürlich auch regionaler, lokaler (Tübinger) Menschheitserfahrungen ein, die Bedrohung und Unsicherheit sind vielerorts einem Lockerungs- und wirtschaftlichen Rekonvaleszenzmanagement gewichen Die Beste Nachricht scheint in diesem neuen Kontext nicht ganz so hundertachtziggradig der Weltfinsternis entgegenzustehen, sondern eher eine Möglichkeit unter vielen zu sein…
Stimmt aber nicht.
Wie volatil die Kurve des Menschheitsempfindens auch sein mag – die BESTE NACHRICHT bleibt immer gleich und als die GANZ ANDERE Nachricht auch gleich weit von GUT oder SCHLECHT unserer Selbstempfindung entfernt. Jesus Christus ruft alle Menschen, gute und schlechte, reiche und arme, glückliche und unglückliche gleichermaßen, global, regional und in Tübingen.
Wer ihn gehört hat und ihm begegnet ist, weiß, was ich meine.

9. April 2020
von Hans-Peter
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Wir sind live

… auch in der Corona-Krise als selbstfahrende Moderatoren Di – Do 8-9 Uhr auf der 96,6 Mhz
(auf diesem Foto habe ich versucht, die Dynamik unserer Selbstfahrersendungen quasi exemplarisch ins Bild zu setzen.)

RADIO helle welle