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Vom Kaffee, der arbeitsunfähig macht…

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Kaffeetasse

Normalerweise motiviert Kaffee. Wenn nichts mehr geht, zum Beispiel im Unialltag – und im Moment kenne ich keinen anderen -, wenn man an Arbeiten sitzt und eigentlich schon seit zwei Stunden schlafen wollte, dann spricht einen der Kaffee fröhlich an und sagt: „Alles ist möglich, nichts verloren. Nur einen Schluck bist du entfernt von neuer Tatkraft, neuen Ideen, neuen Visionen!“ Manchmal funktionierts, manchmal nicht, immer aber hat man wenigstens für zwei Minuten dieses herrschaftliche Gefühl: Ich stehe dann wie jener Spartaner einst vor dem Brunnen, nur stoße ich nicht einen Gesandten, sondern den Schlaf hinein. Das passiert, während die Espressomaschine die ersten kaffeedurchdrungenen Duftwolken entsendet, Boten der Frische am Horizont der Trockenheit. Wenn der schwarz-braune Fluss sich der zierlich-weißen Tasse fügt – der Henkel mit Riss, „aber heute hält er noch“ -, dann bewirkt das Koffein, gleichwohl es nur ein Gedanke ist, Siegestaumel. Ich trinke, finde es sehr lecker, und werde vom Schlaf in denselben Brunnen hineingezogen, in den ich ihn stieß – manchmal zumindest.

Eigentlich wollte ich nur kurz sagen, dass auch im Radio-Studio Kaffee fließt, schließlich heißt es auch hier: Beiträge vor und nachbereichten, Interviews schneiden und „natürlich kurz Facebook checken“ – anders gesagt, aktiv sein. Wenn der Kaffee dann allerdings umkippt und sich statt einer Tasse der Tastatur fügt, dann wirds zuerst zäh und dann unmöglich zu arbeiten. Ganz egal, wie motiviert man war. Wie´s dazu kam, müsste Joachim erzählen. Inzwischen geht die Tastatur aber wieder – weil sie eine andere ist. Vom Kaffee haben wir uns nicht getrennt und deswegen lasse ich mir gleich noch einen raus, schließlich muss ich noch zur Uni. Und zwar motiviert.

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