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Klassentreffen der Verräter von Ulrich Blume – Ein Statement

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Das Buch „Klassentreffen der Verräter“ ist für mich ein sehr ehrliches und ein sehr mutiges Buch. Es beschreibt ein Stück DDR Geschichte, das viele einfach ausblenden und vergessen wollen.

In spannender Art und Weise beschreibt es ein System von Macht, Angst und Kontrolle,


das in weiten Bereichen ähnlich menschenverachtende Züge trug wie Nazi-Deutschland. Die Personen und die Situationen, die geschildert werden wirken sehr glaubhaft. Kein Wunder, denn die in „Klassentreffen der Verräter“ erzählte Geschichte ist ja auch nicht wirklich eine Erfindung – leider nicht – das Erschreckende und Bedrückende ist: Diese Geschichte ist wahr.
Vielleicht war nicht jeder, der in den Städten und Dörfern Ostdeutschlands lebte in dieser Weise betroffen wir „Paul“ oder Stefan, aber es gab sie die Pauls und die Stefans, die Falcos und die Rosi, die Stasi und die NVA. Es gab diese Kontrolle, diese Angst, diesen Missbrauch und die Überwachung. Es gab die Opfer, es gab die Täter und – wie immer- gab es auch diejenigen, die daneben standen und schweigend und mehr oder weniger gleichgültig zugeschaut haben. DDR war eben auch noch etwas anderes als Spreewaldgurken und ein starkes Gefühl von Zusammengehörigkeit.

Ich bin sehr dankbar für dieses Buch und hoffe, dass es eine weite Verbreitung findet.

Lorenz Sandhofe

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