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Die Sache mit der Ethik

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Ethische Medienkompetenz müsse gerade in Zeiten der Digitalisierung gefördert werden, verlangen Vertreter von SWR und LfK in Baden-Württemberg (Pressemitteilung der LfK vom 6.7.2018). Unter anderem heißt es: „Eine Digitalisierungsstrategie, die human sein will, muss der ethischen Dimension der technologischen und kulturellen Veränderung unserer Gesellschaft Rechnung tragen und die Grundwerte schützen…“
Hört sich erstmal selbstverständlich an. Nur scheint mir die Digitalisierung nicht unsere EIGENTLICHE gesellschaftliche Herausforderung zu sein, wenn auch ein starker Katalysator tieferliegender offener Fragen. Woher haben wir eigentlich unsere Ethik? Woher die Grundwerte der Demokratie, die es zu schützen gilt? Sie kommt doch entscheidend aus jener „Verantwortung vor Gott“, von der auch das Grundgesetz in seiner Präambel nicht zufällig spricht. Gott lässt sich da nicht streichen, sondern er ist der notwendige Bezugspunkt der Verantwortung und auch der Ethik. Bleibt der Mensch mit sich allein, verfällt er dem Existenzialismus, in dem auch ethische Grundsätze zerfallen. Wir sehen das an den „Fake News“ und den „Alternativen Fakten“, die der „objektiven Berichterstattung“ den Rang ablaufen. Zwischen den Zeilen unserer Kultur ist immer deutlicher die Unsicherheit zu hören, worin eigentlich der Unterschied besteht.
Der Theologe Karl Barth schrieb (sinngemäß): Die Offenbarung Gottes ruft Menschen zur Verantwortung! Sie führt nicht dazu, ihn zu verstehen (sich seiner „intellektuell zu bemächtigen“), sondern ihm gegenüber verantwortlich zu werden.  Auch das gehört zur Besten Nachricht, dass Gott uns ein ethisches Bewusstsein gibt, denn dies schützt in gewissem Maß vor dem Untergang. Von daher möchte man dem sich digitalisierenden Deutschland zurufen: „O Land Land Land, höre das Wort des Herrn!“ (Jeremia 22,29)

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