RADIO helle welle

mit der besten Nachricht

25. Juni 2013
von Hans-Peter
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Credo, Pro und Gartenbau

In der heutigen Sendung blickte ich in zwei christliche Zeitschriften, außerdem gabs ein Interview mit Gartenbau Geiger aus Rottenburg-Kiebingen, das Joachim geführt hat.

Zu den zwei Zeitschriften:

Die katholische Zeitschrift CREDO ist als einmalige Beilage zu den Tageszeitungen FAZ, Süddeutsche und der Wochenzeitung ZEIT erschienen und wartet mit Statements auf wie:
„Den Zauber des Katholischen kann man riechen, schmecken, hören, fühlen“ und „Viele sagen, die katholische Kirche sei reaktionär, dogmatisch und eng. Das Gegenteil ist der Fall…“
Nicht eng ist auf jeden Fall das Spektrum der prominenten und weniger prominenten Personen, um die es in der Zeitschrift geht bzw. die zu Wort kommen. Da ist z.B. das kurze bewegende Zeugnis eines Mannes, der als 17-jähriger Skinhead einen anderen zu Tode prügelte im Gefängnis zu Gott gefunden hat und jetzt Pastor wird. Es geht um den großen Johann Wolfgang von Goethe, dessen Glaubensüberzeugungen eine neue Biographie nachspürt – Die Bundeskanzlerin selbst wurde auch interviewt und erzählt über ein Gespräch mit dem neuen Papst: „Bei unserer ersten Begegnung bat er mich, für ihn zu beten. Ich fragte, ob er sicher sei, dass das Gebet einer protestantischen Christin auch zählt. Und er antwortete: Ja.“
Die Zeitschrift kann man als PDF herunterladen unter www.credomagazin.de

Das Christliche Medienmagazin PRO titelt in seiner aktuellen Ausgabe: „Warum die Bildungsinklusion an der Realität scheitert“ und fragt im Hinblick auf den Trend zur Fremdbetreuung für die Kleinsten: „Wieviel Krippe verträgt das Kind?“ „Sind Lurche wichtiger als Christen?“ lautet die Überschrift eines Artikels, der auf das erschreckende Ausmaß der Verfolgung von Christen insbesondere in der arabischen Welt, in Asien und in Afrika hinweist. Derweil werden in Deutschland leerstehende Kirchen neuen Zwecken zugeführt, sie werden z.B. als Buchhandlungen oder gastronomische Betriebe genutzt… Die evangelische Kirche hat auch ein Nachwuchsproblem – immer weniger junge Leute entscheiden sich für ein (evangelisches) Theologiestudium. Stephan Holthaus hält zwar mit seinem Artikel „Der schönste Beruf der Welt“ dagegen, doch vielleicht die mangelnde Attraktivität des Berufs der Diagnose geschuldet, dass „…die EKD an ihrer eigenen Bedeutungslosigkeit (…) arbeitet“, wie die freie Journalistin Birgit Kelle im Gespräch beim ARD-Presseclub konstatierte. Diese Aussage bezieht sich auf die aktuelle „Orientierungshilfe“ zum Thema Familie, die gar keine Orientierung gebe, sondern sich selbst am Zeitgeist orientiere. Die kritische Betrachtung der „Orientierungshilfe“ ist vorallem Thema auf der Internetseite www.pro-magazin.de, wo das Medienmagazin Pro auch kostenlos bestellbar ist.

20. Juni 2013
von Hans-Peter
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Kurze Wege – lange Reisen Teil 3

Wissen auf Knopfdruck („kurzer Weg“) versus lange Bücherbildungsreise – Interviewausschnitt mit dem Tübinger Buchhändler Hans-Peter Willi

Unser Thema in der Suchmaschinenmetamorphose:
Kurze Wege, lange Nächte –
Lange Wege, kurze Hosen …

40 Tage und Nächte zu Fuß direkt im Anschluss an eine depressive Phase – die lange Reise des Propheten Elia im biblischen Buch der Könige (1. Könige 19)

Südstadt-Planer Andreas Feldtkeller sagte 1997: die „Stadt der kurzen Wege“ ist zukunftsträchtig.

18. Juni 2013
von Hans-Peter
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Kurze Wege, lange Reisen Teil 2

Ausschnitte aus einem alten Interview mit Andreas Feldtkeller, dem damaligen Chefplaner für die Süd-Tübinger „Stadt der kurzen Wege“

Lange Reisen als kleiner Bursche auf dem Rücksitz eines Peugeot 404 (von Stolberg bei Aachen nach Hofgeismar bei Kassel): „Papa, wann sind wir da?“

Gestern hatten die Tübinger nur einen kurzen Weg zu einem überregionalen Ereignis der Geisteswelt – der Tübinger Rhetorikprofessor Walter Jens wurde beerdigt. Die Ausstrahlung der Trauerfeier für den großen „protestantischen Aufklärer“ in der Stiftskirche beschreibt der FAZ-Feulliton so: „Die ganze Aufklärung gibt es letztlich nur im Himmel. Das letzte Wort wird dort gesprochen.“

13. Juni 2013
von Hans-Peter
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Kurze Wege – lange Reisen Teil 1

Die Tübinger Südstadt als „Stadt der kurzen Wege“ – ein Rückblick auf ein kleines Treffen 1997 – aber was ist daraus geworden?

Mit dem Fahrrad quer durch die USA – und auch noch gegen den Wind

Mobilitätsforscher erkennen einen Zusammenhang zwischen kurzen Wegen (im Alltag) und langen Reisen

Wie durch Gottes kurzen Weg zum Menschen lange Reisen geboren wurden (am Beispiel des Apostels Paulus)

Der kürzeste Weg: Vertrauen.

(Stichworte zur heutigen Sendung.)

2. Februar 2013
von Hans-Peter
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Tuvia Tenenbom der Schrille


(Interview am 28.1.13)

Über Tuvia Tenenbom, mit dem ich freundschaftlich verbunden bin, würde ich folgendes sagen (weil er und sein Buch „Allein unter Deutschen“ ja gerade sehr umstritten sind):
Kann man ihm alles unbesehen glauben? Nein.
Sollten wir ihn anhören? Ja.

Bei den Recherchen zu seinem Buch war ich für eine kurze Zeit selbst dabei, nämlich als er hier in Tübingen und Umgebung unterwegs war. Was er dann über diese Ereignisse und Gespräche schreibt, ergibt aus meiner Sicht teilweise ein missverständliches oder sogar falsches Bild. Er schreibt ungeheuer pointiert, wobei er manche Dinge überspitzt, mit anderen nachlässig umgeht. Es liegt dann nahe zu vermuten, dass es sich auch bei anderen Schilderungen in seinem Buch ähnlich verhält.

Dennoch sollten wir ihm zuhören, denn er bringt einen bestimmten Sachverhalt sehr eindrücklich auf den Punkt: dass nämlich der Antisemitismus, eine Mischung aus Vorurteilen, Angst und Abscheu gegenüber Juden, sich in einem modernen gutmenschlichen Kleid verstecken kann. Zum Beispiel darin, dass wir als Deutsche heute besser wissen, was für Israel gut ist, als Israel selbst. und es geradezu als Passion begreifen, das moderne Israel zu belehrmeistern. Die wir vor siebzig Jahren noch die Juden systematisch ermordet haben, sind zu ihren Moralaposteln geworden?!

Tuvia Tenenbom behauptet, dass noch heute 80% der Deutschen antisemitisch denken. Warum reagieren jetzt viele so gekränkt auf diese Behauptung, wo doch auch Wissenschaftler empirisch belegen, dass 15-20% der Deutschen antisemitisches Gedankengut kultivieren. Es IST eine gesellschaftliche Größe, im Land, das den Holocaust hervorbrachte. Bevor wir uns über Tuvia Tenenbom, den schrillen Theaterregisseur aufregen (denn auch sein Buch ist ein theatralisches Werk), müssen wir uns selbst prüfen. Vor achtzig Jahren wurde Hitler Reichskanzler. Tenenbom sagte letzten Montag im Interview: der hat den Antisemitimus nicht erfunden, sondern nur aufgegriffen, was sowieso vorhanden war.

Übrigens äußert Tuvia Tenenbom auch die Hoffnung, dass die Deutschen einmal zum stärksten Bollwerk GEGEN den Antisemitismus werden könnten. Auf die Frage, wie er denn jetzt darauf komme, verweist er auf den deutschen Wiederaufbau nach dem Krieg: „Deutschland war total am Boden, völlig zerstört, völlig unter Scham – und heute: die mächtigste Nation Europas! Ihr habt alles wieder aufgebaut! Wenn ihr das tun könnt, was kein anderes Land in der Welt kann, so hoffe ich, werdet ihr auch eines Tages euren Hass erkennen (und ablegen) und euren Geist von Grund auf wieder aufbauen!“

29. Januar 2013
von Joachim
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Tübinger Vesperkirche noch bis zum 09.02.2013 geöffnet

Letzten Samstag war ich zu Gast bei der Tübinger Vesperkirche in der Tübinger Martinskirche in der Frischlinstraße 35. In erster Linie bin ich nicht dahin gegangen um dort zu essen sondern ich war mit Herrn Diakon Peter Heilemann zum einem Interview für RADIO helle welle verabredet. Die Tübinger Vesperkirche bietet allen Menschen, egal ob alt oder jung, arm oder reich, täglich ein leckeres Mittagessen an. Das Essen besteht aus Suppe, Hauptspeise und Kaffee und Kuchen. Ich zitiere von der Homepage der Tübinger Vesperkirche:

Gedeckte Tische, Kerzen und Blumen, gefüllte Teller, Menschen im Gespräch, Kinder, die um den Taufstein spielen, freundliche Menschen, die sich um die Gäste kümmern und für das leibliche Wohl sorgen. Gedanken der Besinnung in der Mitte des Tages. Das ist Vesperkirche Tübingen!

Menschen aller sozialer Schichten sind in der Tübinger Vesperkirche anzutreffen. Ein für mich unvergesslicher Eindruck. Herr Diakon Peter Heilemann, Mitglied im Leitungsteam der Tübinger Vesperkirche, stand mir für unser RADIO Rede und Antwort – z.B. Was macht ein Diakon in der Evangelischen Kirche? (er ist ein Verkündiger des Wortes Gottes und jemand der sich um die sozialen Belange der Menschen kümmert). Finanziert wird die Vesperkirche rein durch Spenden. Jeder Gast zahlt einen freiwilligen Beitrag, soweit er das kann oder was ihm das Essen wert ist. Der eine kann gar nichts geben und der andere zahlt eben etwas mehr. Bisher haben immer alle Spenden ausgereicht um die Essensausgabe zu finanzieren.

Einige Interviewteile über die Vesperkirche konnte ich in meiner heutigen Sendung verwenden. Also unbedingt diese Woche RADIO helle welle hören – da können Sie noch mehr über die Tübinger Vesperkirche erfahren.

Persönliches Fazit: Erstmal bin ich total berührt über die Herzlichkeit des Empfangs in der Tübinger Vesperkirche. Jeder Gast wird sofort freundlich begrüßt und das Essen wird sogar serviert.  Die Atmosphäre in der Kirche ist von einer einzigartigen Lebendigkeit erfüllt – das muss man selber erleben. Besonders beeindruckt bin ich von der Hingabe der ehrenamtlichen Mitarbeiter – über 300 Mitarbeiter sind im Wechsel, manche täglich, im Einsatz und geben pro Tag bis zu 350 Mittagessen aus.  Ein lebendiges und gelebtes Beispiel von Nächstenliebe. Ich bin nachhaltig beeindruckt, dass es so eine Institution in unserer Gesellschaft gibt.

17. Januar 2013
von Hans-Peter
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der Kern des Konzepts

Ein Hörer sprach mich auf einen Redebeitrag in einer unserer Sendungen an und sagte, das sei ja sehr gestammelt gewesen, und: „ich bin sicher, dass du da kein Konzept gehabt hast!“
Was ist ein Konzept? Lt. Wikipedia: eine Sammlung von Leitgedanken, die Eckpunkte eines Projekts, auch die Definition von Maßnahmen…
(Ich ergänze: einem Konzept muss natürlich ein Ziel zugrunde liegen)
Redebeiträge im RADIO müssen ein Konzept haben, sonst gleiten sie ins Chaos ab – lässt sich das auch auf das Leben im Allgemeinen übertragen?
Ich denke ja. Eindeutig ja! Ohne Konzept gleitet auch das Leben ins Chaos. Aber Lebenskonzepte und -konzeptionen werden in der Bibel durchaus differenziert betrachtet. Nehmen wir mal allein den Jakobusbrief: Zwar ist der „Mann, der wie eine Meereswoge hin- und hergetrieben wird“ (Jakobus 1,6), keinesfalls das biblische Idealbild, ganz im Gegenteil, aber andererseits wird denjenigen, die ihr Leben und ihre Geschäfte schon genau geplant haben, entgegengehalten: „ihr (..) wisst (doch gar nicht), wie es morgen um euer Leben stehen wird!“
Was folgt daraus? Leben nach Konzept ja, aber nicht nach meinem eigenen! Gott hat ein Konzept für mein Leben, und dessen großer Vorteil ist, das es schon in dem Moment, wo ich mich dafür entscheide, das Ziel erreicht hat: „Alle haben gesündigt (…) und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist..“
In diesem Konzept zu leben heißt sehr wohl, bestimmte Maßnahmen zu ergreifen, die Gott definiert – aber der Kern des Konzepts bleibt jener „Anfang“ des Glaubens, der nach Ermahnung des Apostels Johannes unbedingt in den Christen „bleiben“ soll (1. Johannesbrief 2,24)

RADIO helle welle